Hinweise zum Schutz vor Norovirus-Infektionen

28.01.2009 07:19
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Ev
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Empfehlungen für Privathaushalte

  • Da das Virus am häufigsten durch direkten Kontakt zu Erkrankten (vi rushaltiges
    Erbrochenes oder Stuhl) oder indirekt über kontaminier te (verschmutzte)
    Flächen (z. B. Waschbecken, Türgriffe etc.) über tragen wird,
    kann das Infektionsrisiko allgemein reduziert werden, indem man den
    Kontakt zu Erkrankten meidet und auf eine sorgfältige Händehygie ne
    (sorgfältiges Händewaschen) achtet. Bei der Betreuung von erkrankten
    Personen im eigenen Haushalt steht ebenfalls eine gute Hände- und
    Toilettenhygiene (regelmäßige Reinigung der Kontaktflächen, personenbezogene
    Hygieneartikel/Handtücher) im Zentrum der Maßnahmen.

  • Durch Erbrochenes oder durch Stuhl kontaminierte Gegenstände und
    Flächen (z. B. Waschbecken, Toiletten, Türgriffe, Böden) sollten unter
    Be nutzung von Haushaltsgummihandschuhen gründlich gereinigt werden.
    Hierbei ist darauf zu achten, dass es dadurch nicht zu einer Weiterverbreitung
    kommt (z. B. Verwendung von Einwegtüchern und deren
    anschließende Entsorgung). Ein genereller Einsatz von Desinfektionsmitteln
    ist im Privathaushalt in der Regel nicht erforderlich. Vielmehr
    kommt es auf die konsequente Einhaltung der o. g. Maßnahmen an.

  • Erkrankte sollten während der akuten Phase der Erkrankung (Durchfall,
    Erbrechen) außer zur Betreuungsperson möglichst keinen Kontakt
    zu anderen Haushaltsmitgliedern oder anderen Personen haben. Besonders
    gefährdet sind Kleinkinder und alte Menschen.

  • Geschirr kann wie üblich gereinigt werden. Erkrankte sollten möglichst
    keine Speisen für andere zubereiten. In jedem Falle kommt der Händehygiene
    vor dem Essen besondere Bedeutung zu. Leib- und Bett wäsche
    sowie Handtücher sollten mit einem Vollwaschmittel bei Temperaturen
    von mindestens 60 °C gewaschen werden. Da das Virus auch nach
    Abklingen der akuten Krankheitssymptome in der Regel noch ein bis
    zwei Wochen im Stuhl ausgeschieden werden kann, müssen die genesenen
    Personen zumindest für diesen Zeitraum auf eine intensive Toiletten-
    und Händehygiene achten

  • Für die Erkrankten gelten die bei akuten Gastroenteritiden üblichen
    medizinischen Empfehlungen. Neben Bettruhe ist wegen der zum Teil
    erheblichen Flüssigkeits- und Elektrolytverluste auf eine adäquate Zufuhr
    von Flüssigkeit und Elektrolyten zu achten. Nach Abklingen der
    akuten Symptome kann die Kost langsam wieder aufgebaut werden.

  • Bei schweren Verläufen (starke Flüssigkeitsverluste durch Erbrechen,
    Durchfall) sollte vor allem bei Kleinkindern, älteren Patienten und Personen
    mit Grunderkrankungen frühzeitig ein Arzt konsultiert werden,
    der ggf. eine adäquate Flüssigkeits- und Elektrolytsubstitution veranlasst.
    korrelierte. In den Wintern mit niedrigerer Noro virus-Aktivität
    wurde das Ausbruchsgeschehen stets durch die Kozirkulation
    differenter Genotypen der Genogruppe I und II
    bestimmt. Nach bisheriger molekularer Auswertung am
    RKI zeigt sich für die jetzige Saison für die Monate November
    und Dezember eine Kozirkulation differenter Genotypen
    der Genogruppe I und II, rekombinante Noroviren
    eingeschlossen, mit bereits verstärktem Auftreten des Genotyps
    GGII.4. Für Januar zeigen die bisherigen Daten des
    RKI, dass fast ausschließlich nur noch Drift-Varianten des
    Genotyps GGII.4 das Infektionsgeschehen bestimmen. Somit
    sind erneut antigene Driftvarianten des Genotyps GGII.4
    für die erhöhten Norovirus-Infektionen verantwortlich.
    Bericht aus der Abteilung für Infektionsepidemiologie des RKI und dem
    Konsiliarlaboratorium für Noroviren am RKI, federführend erarbeitet von
    Dr. Judith Koch und PD Dr. Eckart Schreier, die auch als Ansprechpartner
    zur Verfügung stehen.



  • Quelle:

    ROBERT KOCH INSTITUT


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