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Dieses Thema hat 1 Antworten
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 News
Eveline Offline

Administrator

Beiträge: 2.764
Punkte: 2.764

06.11.2009 02:23
Probiotika: Wundermittel oder Monster? Zitat · antworten



Probiotika: Wundermittel oder Monster? - Einsatz nur bei bestimmte
Erkrankungen sinnvoll



Individuelle Therapie und Dosierung notwendig.

Die Bedeutung der Darmflora bei bestimmten Erkrankungen wurde bereits
um das Jahr 1900 entdeckt. Ebenso der Einsatz von lebenden
Mikroorganismen, die bei der Therapie bestimmter Erkrankungen
gesundheitsförderlich beim Menschen verwendet werden können. Diese
sogenannten Probiotika werden aber erst seit den 80-er Jahren nach den
Prinzipien der evidenzbasierten Medizin erforscht und evaluiert,
neuerdings auch bei schwerkranken Patienten auf Intensivstationen.
Insgesamt gibt es derzeit acht direkte Studien zur Wirkung von
Probiotika bei Schwerstkranken.

Die Ergebnisse sind unterschiedlich, drei Studien beurteilen den
Einsatz positiv, drei ausgeglichen und zwei negativ. "Bestimmte
Probiotikastämme, wie zum Beispiel Lactobazillus-Stämme können bei
ausgewählten Erkrankungen und Patienten eine positive Wirkung haben,"
sagte Prof. Dr. Stephan C. Bischoff, Direktor des Institutes für
Ernährungsmedizin der Universität Hohenheim in Stuttgart, anlässlich
einer Tagung der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM)
im schwäbischen Irsee. So sei der Einsatz zum Beispiel bei akuten,
infektiösen Durchfallerkrankungen, chronisch entzündlichen
Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa), beim Reizdarmsyndrom, bei
Kleinkindern mit schwerer Darmentzündung und bei antibiotika-
assoziiertem Durchfall durchaus sinnvoll. Metanalysen, die mehr als
1.000 Patienten eingeschlossen haben, hätten dies bestätigt. Wichtig
sei, spezifisch zu schauen, wo Probiotika wirkungsvoll seien und sie
nicht pauschal einzusetzen. So sei dagegen der Einsatz bei kritisch
Kranken und Patienten auf einer Intensivstation sehr viel kritischer
zu bewerten, da bei diesen Menschen häufig der Darm insgesamt so weit
geschädigt sei, dass Probiotika dort eher schaden als helfen.

Unterschiedliche Darreichungsformen
Insgesamt gibt es rund 20 bis 30 verschiedene Probiotikastämme. Ihnen
gemeinsam ist es, dass sie die Passage durch den Magen mit seiner
Magensäure und die Verdauungsenzyme im Darm unbeschadet überstehen.
Sie siedeln sich dann zeitbegrenzt in der vorhandenen Darmflora an, in
der bereits über 500 verschiedene Mikroorganismen ihre
Verdauungsarbeit tun. Eingesetzt werden sie hauptsächlich, um die
Lactose-Verdauung (Verwertung von Milchzucker) zu fördern,
krankheitserregende Keime im Darm zu unterdrücken und die Dauer
bestimmter Formen von Durchfall - vor allem durch Viren verursacht -
zu verkürzen. Ebenso können sie Allergien, Neurodermitis und
Infektionen bei Frühgeborenen positiv beeinflussen. Probiotika werden
entweder als Kapsel verordnet oder sind Joghurts zugesetzt. Bei den
Joghurts haben Studien festgestellt, dass sich zum Beispiel die
Probiotikastämme Lactobazillus casei defensis und Lactobazillus casei
Shirota positiv bei antibiotika-assoziierter Durchfallfallerkrankung
auswirkt.

Sorgfältig geplante, ärztlich geleitete Studien
Bei schwerkranken Patienten dagegen sollten Probiotika nur im Rahmen
von sorgfältig geplanten und ärztlich geleiteten Studien eingesetzt
werden. Hier muss noch herausgefunden werden, welche Probiotika bei
welchen Krankheitsbildern tatsächlich wirksam und auch sicher sind.
Bei korrektem Einsatz können Probiotika tatsächlich Erstaunliches
bewirken Bei falscher Indikation können sie aber auch, wie andere
wirksame Therapeutika, unerwünschte Wirkungen haben.


Quelle:
Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V., Rita Wilp,
06.11.2009 12:36

Liebe Grüße
Eveline



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siggy Offline

Mitglied

Beiträge: 42
Punkte: 42

06.11.2009 04:30
#2 RE: Probiotika: Wundermittel oder Monster? Zitat · antworten

Hallo Eveline,

interessanter Beitrag.
Ich kann nur sagen, das ich das ganz Zeug nicht vertrage,egal welche Marke
und Form.
Ich hab vor Jahren mal gemeint,ich müsste was für meine Gesundheit tun,
rausgekommen ist dabei nur : Durchfall bis zum geht nicht mehr und fürchter-
liche Darmkrämpfe! Man gibt ja nicht nach dem ersten Flascherl auf,so hat sich
das über eine Woche hingezogen,bis ich das Zeug in den Mülleimer geworfen habe.
Anscheinend ist das nicht für jedermann verträglich.

lg Sieglinde

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