Schmerztherapie: Opioide gezielt einsetzen

12.08.2009 23:05
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Ev
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Der Einsatz von Opioiden in der Behandlung chronischer, nicht maligner Schmerzen erfolgt in Anlehnung an die Empfehlungen zur Tumorschmerztherapie. Bezüglich Indikation, Darreichung und Therapiedauer sind jedoch besondere Regeln zu beachten.


Opioide haben in den letzten Jahren zunehmende Bedeutung in der Therapie des chronischen, nicht malignen Schmerzes erlangt. Chronische Schmerzen werden – im Rahmen eines biopsychosozialen Modells – multimodal therapiert. Neben nicht medikamentösen Verfahren werden Nicht-Opioid-Analgetika, Co-Analgetika und Opioide je nach Ätiologie und Pathogenese des vorhandenen Schmerzes eingesetzt. Unterschieden wird zwischen Nozizeptorschmerz, der meist als stechend oder bohrend beschrieben wird, und neuropathischem Schmerz, der sich fast immer in einer einschießenden oder brennenden Symptomatik äußert. Häufig kommen Mischtypen vor. Ein Vorteil der Opioide gegenüber anderen Substanzen ist die – auch bei Langzeitanwendung – fehlende Organtoxizität sowie das genau bekannte Nebenwirkungsprofil, dem prophylaktisch begegnet werden kann. Bei einer Langzeittherapie können jedoch immunologische und hormonelle Nebenwirkungen auftreten.


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